Eine Winterreise 6

07.03.2017

Von Albufeira aus, eine kurze Strecke übers Land und wir sind in Amarcao de Pero. Fischer reinigen nach alter Tradition ihre Netze. Die Möven lauern auf Fangreste und versuchen sich gegenseitig ihre Beute abzujagen.

Eine seltene Möglichkeit, so nahe an die Arbeit der Fischer heranzukommen. 

 


Wir fahren weiter und kommen nach Ferragudo, am Ostufer des Flusses Arade.

Die Mimosen stehen in voller Blüte.

 

Wir besuchen, an der Strasse gelegen, eine Keramikwerkstatt mit hochpreisigen Skulpturen. Es war ein sehenswerter Besuch. Allerdings nichts für den kleinen Geldbeutel.

 



Auf der anderen Seite des Flusses liegt Portimao. Eine große Brücke überspannt den Arade.

Ein Bummel in den Städten wäre ganz interessant und lockt. Man sollte nochmals herkommen und mehr Zeit mitbringen.

 


09.03.2017

Auf Besichtigungsfahrt entlang der Südküste von Portugal. Wir entdecken bei Ponta da Piedade, diese bizarren Felsen an der Atlantikküste. Feinster Sand in kleinen Buchten, laden zum Sonnenbaden ein. Wir steigen auf einer Treppe zum Strand hinab.

Wir haben heute, Anfang März, über 23 Grad.


Weiter geht´s, Portugal um die Süd-West-Ecke herum, nach Cabo de Sao Vicente. Dort steht ein Leuchtturm an einer fantastischen Steilküste. Eine noch erträgliche Brise weht vom Atlantik her. Leichte Wellen schlagen gegen die steilen Küstenfelsen. Ein Fischerbot wird von einem Schwarm Möven begleitet. Ein wunderbarer, fotogener Ort und wir treffen wieder auf den Keramikkünstler von gestern. Ich habe es mir heute gegönnt, einen kunstvollen (kleinen) Keramikfisch zu kaufen.

 


 

10.03.2017

An der Felsenküste von Carvoeiro - Portugal pur

11.03.2017

In´s Bergdorf Monchique

Fünfzig Kilometer nördlich der Küste, beginnt das Monchique-Gebirge. Es wurde vor einigen Jahren dadurch bekannt, dass  Jugendliche an drei verschieden Stellen, bewusst Waldbrände anlegten und große Teile des Waldes abbrannten.

Uns interessierte der Ort noch aus einem anderen Grund, sind doch dort verschiedene Keramik-Ateliers zu finden. Leider waren am Samstag nicht alle Werkstätten offen. Trotzdem lohnte die Fahrt durch die ca. 700m hohe Berglanschaft. 

 

12.03.2017

 

Fahrt nach Salamanca

Es geht wieder zurück nach Deutschland. Von Albufeira/ Portugal, fuhren wir über die A2 bis auf die Höhe von Lisboa (Lissabon), an zig-kilometerlangen Korkeichen- und Pinienwäldern vorbei. Dann wollten wir in Richtung Spanien fahren. Wir zweifelten aber an unserem Navi und folgtem unserem Bauchgefühl.

Das hatte zur Folge, dass wir zu weit nach Westen abkamen und an Lisboa "vorbeischrammten". Vorteil: Wir bekamen einen wunderschönen Blick auf Lissabon und fuhren über die zweitlängste Hängebrücke über den Taja mit ca. 2277m Länge und 85m Höhe. (Bild Wikipedia)

 

 

Über ein Bergland mit bis zu 1100m Höhe ging es dann weiter bis Salamanca. Eine, für Autos, recht unzugängliche Innenstadt erwartete uns.  Mit Pfadfinderinstinkt erreichten wir unser Ziel. Doch welche Bauten!

 

1492 musste Kolumbus in Salamanca, vor skeptischen Professoren und Kardinälen, seine Ansichten zur Kugelgestalt der Erde verteidigen und dass man über eine Westfahrt mit dem Schiff, im Osten landen kann.

 

Zwei Dinge die mir heute wieder bewusst wurden:

1. Zweifel können zu neuen Einsichten führen und sind nicht per se zu verwerfen. 2. Die Bibel ist nicht dazu da, naturwissenschaftliche Dinge zu erklären. Diese Gedanken lassen sich auch noch weiter fortführen, wozu hier kein Platz ist. Man darf mir gerne dazu schreiben.  

 

Salamanca

13.03.2017

Fahrt nach Libourne/ Bordeaux

Man könnte fast meinen, dass man sich in der Schweiz befindet, wenn man durch den nördlichen Teil von Westspanien fährt. Schroffe Berge und viele Tunnels. Es gäbe so vieles zu fotografieren, doch nirgendwo eine Haltemöglichkeit und zu wenig Zeit. Auch das Wetter war nicht günstig. Nebel und Regen in den Bergen. Zum Glück kein Schnee, wie heute morgen noch in den spanischen Nachrichten in Aussicht gestellt wurde. Ca. 5 Grad fast über das ganze Land. Erst in Südfrankreich stieg die Temperatur über 10 Grad an.

 

Bei Bordeaux hat uns der quirlige Norden wieder. Verkehr wie er dichter nicht sein kann. Die Mautstellen auf dieser ganzen westlichen Route kamen in dichter Reihenfolge. Man brauchte, etwas übertrieben, kaum das Kleingeld von einer Mautstelle zur nächsten zusammen. Die östliche Route über Barcelona und Valencia kommt deutlich günstiger, falls mal jemand solche Überlegungen anstellt.

 

Alles ging gut, nur so zur Info, falls jemand um unser Wohlergehen besorgt ist.

 

Aufgewacht in Libourne, denn ein Hahn schrie. Das Fenster aufgerissen und eine schon lange nicht mehr eingeatmete frische Landluft genossen und das besondere Licht des südlichen Frankreichs, das durch den Nebel schien, betrachtet. Auf den Gräsern lag teilweise noch der Reif und Tautropfen glitzerten. Die Temperatur betrug +5 Grad. Da fiel mir folgendes Frühlingslied ein:

 

Da ist ein Duft, der war da gestern nicht.

lau jetzt die Luft, und ganz anders ist das Licht.

Der Vogel, der dort fliegt, war gestern noch weit fort.

Und auf dem Beet das Herbstlaub liegt,

den ersten Krokus bunt umflort.

 

Der Frühlung kommt oft über Nacht,

ganz plötzlich ist er hier.

Und alles Leben neu erwacht,

so wie die Lebenslust in dir.

Text: Susanne Länge

concertino musikverlag

 

Aber dann ging es nach einem guten Frühstück auch schon los, die Fahrt nach Macon.  

 

14.03.2017

Fahrt nach Macon/ Lyon

Durch viele Felder, viel Wald und über viele Berge führte unsere Autostraße. Auf den Cevennen, die wir aus der Ferne sahen, lag noch Schnee. Es war eine wunderbare Fahrt im Sonnenschein. Die Temperatur kletterte bis auf 14 Grad.

 

Um Lyon herum wurde es dann stauig, denn dort waren neue Autobahnabschnitte im Bau. Im Hotel gut angekommen, machten wir noch einen kleinen Bummel an der Rhone entlang und durch die Altstadt von Macon. Sie ist wirklich alt. Die Schlagläden werden am Abend noch, außerhalb des Hauses, von Hand geschlossen. Viele Bauten sind marode und manche unbewohnt. Die Luft stinkt nach massigem Autoverkehr.  Wohl dem, der nicht in einer Stadtmitte wohnen muss.

 

15.03.2017

Fahrt nach Karlsruhe...

... die war heute unspektakulär. Wir sind schnell und sicher zu Hause angekommen. Mein Singkreis hat sich schon gemeldet und heute Abend geht´s zur Probe, um auf die Osterfeiertage "Er ist erstanden"  zu üben.

Für alle spirituelle Begleitung, merci, gratias, thank you, obligado (portugiesisch) oder danke. Wenn man auf Reisen ist, sind ein wenig Sprachkenntnisse von Vorteil.