Eine Winterreise 2

19.11.2016

Haben sie schon einmal Queller gegessen?

Auf den freien Flächen des Naturschutzgebietes in Roquetas de Mar, wachsen salzresistente Pflanzen, wie z.B. der Queller (Salicornia europaea). Im Herbst bekommt dieser eine rötliche Farbe, die wie blühendes Heidekraut aufleuchtet. Queller ist eßbar (solange er grün und frisch ist) und hat einen etwas salzigen Biss. Leicht blanchiert, damit er knackig bleibt, kann man ihn in den Blattsalat mischen. Mehr Queller-Rezepte hier.

  

Heute war ich, zum ersten Mal in dieser Saison, in diesem Gebiet.  Dieses sog. Naturschutzgebiet ist eine brach liegende Landschaft, zwischen Meer und Treibhäuser. Vor Jahren waren zur Salzgewinnung, Teiche  angelegt. Diese wurden mit Meerwasser geflutet und das Meersalz, nach Verdunstung des Wassers, an der Oberfläche abgeschöpft.  Ruinen der technischen Einrichtungen kann man noch sehen, ebenso die Teiche.

 

Interessanter, für viele Besucher, sind jedoch die vielen Vogelarten, die sich je nach Jahreszeit und Wetter, dort niederlassen.  Wegen der anhaltenden Trockenheit, sind die meisten vorderen Seen z.Zt. total ausgetrocknet. Im hinteren Bereich, wo die Teiche noch mit Wasser gefüllt sind, waren hunderte von  Flamingos zu sehen.

 

Auch  ein alter Wachturm befindet sich noch  dort. Er wird jährlich durch Zerfall kleiner. Eigentlich schade um den Wachturm.


23.11.2016

Endlich hat es geregnet und gleich zwei Tage, fast durgehend. Die Straßen sind wie immer überflutet. Der Autofahrer muss sich entscheiden, ob er durch die Überflutung fährt oder  lieber einen Umweg macht. Doch es dauert nur ein paar Stunden, dann ist alles weggesickert. Wohin auch immer.

Die Natur freut´s!

Bild: Playa Serena


24.11.2016

Heute fiel der erster Schnee in den Bergen. Was auf Meereshöhe als Regen herabprasselte, fiel auf den Höhen der Sierra Nevada (3482m), als Schnee. Auch auf der Sierra de Gador (2249m), Gebirgszug gleich nördlich von den Plastiktreibhäusern, liegt eine dünne Schneedecke.

Normalerweise ist auf der Sierra Nevada der Schnee schon Ende Oktober bis Anfang November zu sehen.


26.11.2016

Mein Jugendfreund, Pfarrer Volker Sailer mit seiner Frau Inge, ist gestern Abend hier angekommen. Heute Morgen haben wir zusammen kräftig gefrühstückt. Er wird die nächsten 8 Wochen die Evangeliumsgemeinde in Roquetas de Mar, seelsorgerlich begleiten. Er war von 1998 - 2004 Bischoff der Ev. Luth. Kirche von Sibirien und bringt reichliche Erfahrungen von dort, in seine Predigten ein.

Gerne ist er auch ansprechbar unter Tel. 0034-640210951


27.11.2016

 

Ab heute schlängeln sich Weihnachtsketten wieder leuchtend die Stämme der Palmen hinauf. Die Weihnachtsbeleuchtung auf den Straßen ist wieder an.

 

  

 

Im Castillo de Santa Ana ist vom 3.12.16 - 8.1.2017, wieder die monumentale Krippenausstellung zu sehen. Es lohnt sich hinzugehen. Weitere Bilder hier.


30.11.2016

Heute nahm wieder die Aquarellmalgruppe ihre künstlerische Tätigkeit auf. Wir malen jeden Mittwoch, von 10:00 - 13:00 Uhr, in den Räumen des "Deutschen Kulturvereins" in Las Marinas, gegenüber der Markthalle.

 

Jeder ist willkommen. Für die ersten Malversuche kann auch Material gestellt werden. Die Motive sind frei. Anregungen, zu Motiven und Maltechnik, können auf Wunsch gegeben werden.

Ende Februar findet immer eine Austellung der Bilder statt.


01.12.2016

Wie ist das Wetter so übers Jahr, in Roquetas?

Immer anders!

Im Sommer kann es über 40 Grad heiß werden, so daß das Meer dampft und sich tagelang Nebel bildet und zwischen den Palmen hängt. Dann trocknet über Nacht kein Badetuch auf dem Balkon.

Wochenlang kann es aber auch so trocken sein, daß die Vorratsspeicher und die alten Salinen austrocknen. Das sind schwere Zeiten für die Natur. Die Badegäste freut´s. 

Zur Abwechslung kann es, hauptsächlich in den Wintermonaten, auch mal zwei Wochen regnen. Pech für Kurzurlauber.

Dann kann es aber auch so windstill werden, dass im Pool die Wasseroberfläche so glatt ist wie ein Spiegel und auch wieder so stürmisch, dass man auf den Wellen "Spitzenhäubchen" sehen kann.

Auf keinen Fall gibt es Frost. Das Meer sorgt für Temperaturen, in der Nacht, oberhalb der Frostgrenze und am Tage, wenn die Sonne scheint, kletter das Thermometer, auch im Winter, manchmal über 20 Grad.

Den Monaten lassen sich die Wetterschwankungen nicht zuordnen. Es ist eben jedes Jahr anders.


03.12.2016

Heute hatten wir uns mit VES zusammen vorgenommen, Felix/Almeria einen Besuch abzustatten und weiter zur Ermita de la Santa Cruz zu fahren. Ab 11:00 Uhr sollte die Sonne scheinen. Zwar haben "die Hasen noch Suppe gekocht", Nebelfelder stiegen auf, doch pünktlich wie bei www.eltiempo.es vorher gesagt, kam die Sonne durch.

 

Felix ist ein kleiner, gepflegter Ort in den Bergen, nicht weit vom Meeresstrand. Weiße Häuser, enge Gassen, terassenförmig angelegte Olivenplantagen, im maurischem Stil, prägen die Landschaft.

 

In den Gärten reifen jetzt die Orangen heran und sammeln ihre letzte Süße ein. Ihr Verkauf hat begonnen.

 

Nicht in Felix, leben "Hund und Katz" zusammen, wie man es ihnen nachsagt.

 


Zur Ermita de la Cruz fährt man, von Felix kommend, weiter auf der schmalen Bergstraße A391 Richtung Alhama de Almeria.  Ziemlich unten angekommen geht es links in einen Schotterweg, der 5km aufwärts zur Ermita auf ca. 1100m führt. Ein spektakulärer Ausblick lohnt die "Schüttelstrecke". Wer sein Fahrzeug schonen will, kann auch zu Fuß gehen.

Leider hatten wir etwas Pech, denn die Berge waren wieder in Nebel eingehüllt. Zum Glück konnte ich zu Hause meinen Gästen zeigen, was zu sehen gewesen wäre. Na ja, nicht ganz so spektakulär, aber vorstellbar.  Vielleicht gibt es ein nächstes Mal.